Visualisierung – Multimediaprojekt – Alicia & der Erlkönig

Veröffentlicht in Uncategorized am April 11, 2010 von whatthablog

Inhalt / Story:

Alicia drückt sich wieder mal vor ihren Hausaufgaben und spielt lieber am Computer. Nach der Aufförderung ihrer Mutter muss sie schließlich dann doch irgendwann ihre Hausaufgaben machen, nämlich das Gedicht “Der Erlkönig” von Johann Wolfgang von Goethe auswendig lernen. Sie hat gar keine Lust das zu lernen und sucht nach einer anderen Lösung, indem sie im Internet nach dem Erlkönig googelt. Dabei stößt sie auf ein Video von “Junge Dichter und Denker”, ein Musikprojekt in dem alte deutsche Gedichte von Jugendlichen vertont werden, und ist total begeistert davon. Sie hört sich neben dem Erlkönig auch noch weiter Lieder an und findet die gerappten Gedichte der alten deutschen Klassiker immer interessanter, sodass sie schließlich im Bücherregal ihrer Mutter nach den Büchern sucht und auch einige davon findet. Mit Begeisterung fängt sie nun freiwillig an, die Bücher zu lesen. Sie findet über den multimedialen Weg wieder Zugang zur alten deutschen Literatur.

Idee zum Film – Moderener Bildungsprozess:

Mittlerweile werden Informationen und Inhalte immer häufiger durch multimediale Mittel in unseren Schulen dargestellt, u.a. mit Hilfe von Bild, Ton und schließlich auch durch das Internet. Bereits 86% der Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 13 Jahren nutzen das Internet regelmäßig (KIM-Studie 2008). Recherchen ohne das Internet sind heute gar icht mehr weg zu denken, besonders jüngere Menschen nutzen es fast ausschließlich für schulische Recherchen. Betrachtet man nun den modernen Bildungsprozess nach Jörissen, so ist nicht nur die mediale Information ausschlaggebend, sondern viel mehr die Orientierung in den medialen Welten. Besonders im Internet ist es wichtig, die Seriosität von Qellen zu erkennen und wichtige von unwichtigen Information zu unterscheiden. In Bezug auf die lebensweltliche Orientierung der Medien und in Anlehnung an die Dimensionen des Wissens von Immanuel Kant lassen sich vier grundlegende Orientierungsdimensionen unterscheiden. Ich möchte hier zwei Dimensionen aufzeigen, die in diesem Film deutlich zum Vorschein kommen:

1. Dimension: Der Wissensbezug

Im Film “Alicia & der Erlkönig” benutzt Alicia das Internet um andere Informationen zum Gedicht zu finden. Dafür ist zuerst das Grundwissen, wie man überhaupt an Informationen im Internet gelangt (z.B. über google), erforderlich. Sie findet bei Google einige Einträge zum Begriff “Erlkönig” und muss nun die für sie brauchbaren Informationen erkennen und filtern. Sie findet ein Musikvideo von “Junge Dichter und Denker” in dem das Gedicht “Der Erlkönig” als Rap-Song aufgeführt wird. Der Wissensbezug wird hier also über das Internet durch ein Musikvideo hergestellt, in dem der Text über den musikalischen Weg vermittelt wird.

2. Dimension: Handlungsbezug:

Hier stellt sich die Frage, wie das vorhandene Wissen angemessen in Handlungsoptionen umgewandelt werden kann. Durch den musikalischen Bezug zum Gedicht fällt Alicia das Einprägen und Auswendiglernen des Textes wesentlich leichter. Der Handlungsbezug ist nun das Wiedergeben des gelernten Textes.

Der Zugang zur Bildung (Lernen des Gedichtes) wird in diesem Fall über das Medium Musik ermöglicht. Erst aber die Fähigkeit, den Computer und das Internet richtig bedienen zu können, ermöglicht überhaupt eine Form des “Lernens” bzw. der “Bildung”. Es ist eine gewisse Medienkompetenz erforderlich! Betrachtet man hier die vier Dimensionen der Medienkompetenz nach Dieter Baacke, so ist in erster Linie die Dimension der Medienkunde (technische Umgang mit modernen Medien) gefragt.

Überträgt man nun das Bild mit dem Wald von Glaserfeld auf das Internet, so stellt das Web 2.0 einen riesigen Wald dar, wobei man sich den Überfluss an Informationen als Bäume vorstellen kann. Bewege ich mich nun durch diesen Wald auf der Suche Informationen, so werde ich immer wieder von im Weg stehenden Bäumen behindert (Bsp: falsche oder unzureichende Informationen). Um jedoch das Ziel zu erreichen, gibt es oftmals viele verschiedene Wege durch den Wald. Im Fall von Alicia, ist die Musik nur einer von vielen Wegen, um das Gedicht zu lernen. Welchen Weg man aber tatsächlich einschlägt, ist vom Einzelnen individuell, als auch von der Medienkompetenz abhängig.

Forschungsgegenstand: MySpace

Veröffentlicht in Uncategorized am Januar 26, 2010 von whatthablog

“A Place For Friends”

http://www.thomashutter.com/index.php/2009/10/social-networks-neue-statistik-daten-aus-den-usa/

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/70232/umfrage/soziale-netzwerke—nutzer-pro-monat/

Leitfragen der Untersuchung:

  1. Was ist es?
  2. Wie genau kenne ich es?
  3. Was interessiert mich daran und warum melde ich mich an?
  4. Möglichkeiten der Selbstdarstellung
  5. Welche Bedeutung haben die User?
  6. Gefahren


1. Was ist es? Über MySpace:

  • Ist ein internationales, mehrsprachiges soziales Netzwerk für Privates und Freizeit (bekanntester Vertreter)
  • Ermöglicht das Einrichten kostenlose Benutzerprofile mit Fotos, Videos, Blogs usw.
  • MySpace finanziert sich durch Werbung
  • Sitz: MySpace Inc. Beverly Hills CA 90210, USA
  • Ursprünglich war Myspace nur ein Kostenloser Internet- Datenspeicher
  • 2003 gründete Tom Anderson die Community unter gleichem Namen (URL)

  • 2005 wurde MySpace an den Medienunternehmer Rupert Murdoch für 580 Millionen US-Dollar verkauft

  • 2006: Kooperation zwischen Google und MySpace (Google-Suche und Google AdSense in MySpace integriert)
  • Ursprüngliche Idee und Schwerpunkt war Musik (Kontaktmöglichkeiten zwischen Bands und Fans untereinander; teilen von Informationen über neu Alben, Veröffentlichungen, Konzerte, Touren usw.; Hörproben, kostenlose Downloads und Verlinkungen zu Webseiten von Künstlern und Bands)
  • In Deutschland wird MySpace noch hauptsächlich von Musikern und Bands benutzt
  • Trend zur Darstellung multimedialer Inhalte (Bsp: Videos)
  • Täglich etwa 230.000 Neuanmeldungen
  • Aktuelle Benutzerprofile: ca. 270 Millionen


2. Wie genau kenne ich MySpace?

  • Schon sehr oft besucht, allerdings kein privates Profil
  • Warum besuche ich MySpace? – Hörproben/ Videos/ Konzert- und Tourdaten/ allgemeine Informationen von Bands, kennen lernen neuer Bands und Künstler
  • „Rumstöbern“ nach unbekannten Künstlern
  • In Deutschland sehr häufig von Musikern und Bands verwendet
  • Fast jeder Musiker/ Künstler/ Band in Deutschland hat ein Myspace- Profil
  • In den USA die gängigste Plattform für private Profile (um Freundschaften, neue Leute kennen zu lernen und um sich auf multimedialer Ebene auszutauschen

3. Was interessiert mich an MySpace und warum melde ich mich dort an?

  • Individuelle Einrichtung des eigenen Profils – Selbstdarstellung (Wer bin ich? Wer will ich sein?)
  • Kostenlose individuelle eigene Seite (eigene homepage ohne Programmierkenntnisse)
  • Auch für Laien leicht zugänglich – ohne Vorkenntnisse
  • „Sehen und gesehen werden“
  • Meist positive Selbstdarstellung und Verfremdung des eigenen Profils
  • Neue Freund- und Bekanntschaften schließen
  • Möglichst viel Freundschaften zu schließen (mehr Aufmerksamkeit)
  • Leute mit gleichen Interessen finden
  • Soziale Vernetzung
  • Virtuelle Freundschaften
  • Eigene Musik, Fotos, Videos mit anderen teilen
  • Kritik und kreativer Erfahrungsaustausch
  • Werbung für eigene Musik, Videos, Fotos, Webseite, usw.

http://www.wassollwerden.de/Was_will_ich_/Reich___Beruehmt.html;jsessionid=FA8656A1D563B268F655A4C404FA0966?section_id=309&subsection_id=309&faq_id=2090

4. Selbstdarstellung: (wie präsentiere ich mich?)

Möglichkeiten der Selbstdarstellung auf Myspace durch:

Profilfoto; Fotoalbum; Stimmung & Status; Bulletins (Bekanntmachungen jeglicher Art ); Videos; Musik; Freunde; Gruppen; Blog; Allgemeine & Persönliche Infos

Beispiele für Benutzerprofile:

  • Barack Obama
  • The Masked Man (http://www.myspace.com/481)
  • Pretty Nicki (http://www.myspace.com/1040)

5. Welche Bedeutung haben die User?

  • User gestalten und formen das soziale Netzwerk
  • Der User stellt ein Teil von MySpace dar
  • Netzwerk von Usern für User
  • User wird zum potenziellen Kunden durch Werbung

6. Gefahren:

  • Fake-Profile (falsche Namen, falsche Profile)
  • Was bei Myspace veröffentlicht wird, ist immer auch im Internet zu finden, selbst bei „privat“ geschützten Profilen (Bsp: peinliche Fotos)
  • Veröffentlichung privater Daten (Bsp: Adresse, Telefonnummer usw.)
  • Cyber-Mobbing
  • Stalking

Visualisierung – Multimediaprojekt

Veröffentlicht in Uncategorized am November 30, 2009 von whatthablog

Thema: Junge Dichter und Denker JDD

Ideen:

Video / Interview mit Florian Bauer (Musikproduzent für JDD)

http://www.jdd-musik.de/

Veröffentlicht in Uncategorized am November 30, 2009 von whatthablog

Dimensionen Strukturaler Medienbildung

Die Auseinandersetzung mit aktuellen und neuen Medien erfordert bereits erlernte Fähigkeiten (Bsp: technischer Umgang mit Medien), als auch die Fähigkeit und Bereitschaft zur Erkundung des Unbekannten (Bsp: fremde Kulturen, Interaktionsweisen).

Neue Medienwelten wie zum Beispiel das Internet oder der Film sind in den medialen Lebenswelten nicht mehr wegzudenken und schaffen neue Räume für Erfahrungen und Bildungsprozesse.

In Bezug auf die lebensweltliche Orientierung der Medien und in Anlehnung an die Dimensionen des Wissens von Immanuel Kant lassen sich vier grundlegende Orientierungsdimensionen unterscheiden:

  1. Der Wissensbezug:

    - Abschätzung der Quellen des menschlichen Wissens – woher kommt das Wissen?

    - Seriosität der Quellen – welche Informationen sind wichtig, welche nicht?

    - Filtern von wichtigen Informationen – Informationsüberschuss durch das Internet.

    - Aufteilung in Faktenwissen und Verfügungswissen

    - Grundwissen für die jeweiligen Bereiche muss vorhanden sein

    - Verfügungswissen reicht nicht aus – kritische Reflexion ist notwendig (Bsp: Internetzugang am PC: Information- Anwendung)

  2. Der Handelsbezug:

    - mögliche und nützliche Gebrauch von Wissen.

    - Realisierung konkreter Handlungsoptionen – Folgen und Nebenfolgen

    - Erziehung zur Verantwortungsbereitschaft (Klafki)

    - Reflexion von Handlungsoptionen in Bezug auf gemeinschaftlicher und gesellschaftlicher Kontexte

  3. Der Transzendenz- und Grenzbezug:

    - Abschätzung der Grenzen Vernunft.

    - Bildung als Selbst- und Weltbezug enthält einen Bezug zur Transzendenz (jenseins der Grenzen stehen) in Form von Religion, Magie usw.

    - Grenzerfahrungen von Menschen.

    - Grenzziehung zwischen Mensch und Technik (der Mensch als Cyborg)

  4. Der Biographiebezug:

    - Biographieanalytische Ebene auf die Identität des Einzelnen

    - Bedeutungszuschreibung aus dem Kontext der Lebenszusammenhänge (Rangordnung)

    - Werthierarchie

    - Lebenserfahrung: Erkundung von Werten – Lebenswerte

Diese vier Dimensionen ermöglichen dem Menschen Orientierungspotenziale verschiedener Medien zu analysieren.

In der Medienbildung geht es nicht um die Inhalte der neuen Medien, sondern um ihre strukturalen Aspekte. Es geht um die Analyse der strukturalen Bedingungen der Reflexivierungsprozesse.

Lernen vs. Bildung

Veröffentlicht in Uncategorized am November 23, 2009 von whatthablog

    Tentativität und Unbestimmtheit

Es gibt zwei Möglichkeiten mit unbekannten Erfahrungen umzugehen. Entweder wird das Unbekannte unter die eigenen Schemata untergeordnet und klassifiziert, oder man macht die Erfahrung mit dem unbekannten, was sich allerdings als wesentlich komplexer herausstellt.

Geht man vom Schleiermacherschen Denkmodell aus, so ergibt sich die Problematik, dass das Fremde erst verstanden werden kann, wenn man sich mit dem Unbekannten vertraut macht. Das Unbekannte kann nur als Fremdes verstanden werden, wenn man darauf verzichtet es überhaupt zu verstehen.

Um diesen Selbstwiderspruch zu umgehen, muss die Struktur des Selbst- und Weltverstehens umgekehrt werden, indem man das Neue und Unbekannte zur Grundlage macht. Man macht das Neue zum Einzelfall und sucht dazu die passenden Regeln und Strukturen.

Bildung darf heutzutage nicht länger als Überführung von Unbestimmtheit in Bestimmtheit gedacht werden. Das Zusammenspiel zwischen Unbestimmtheit und Bestimmtheit ist notwendig, um neu innovative und experimentelle Kategorien zu entwickeln.

Der kanonorientierte Bildungsbegriff ist heute also unzureichend.

    Bildung vs Lernen: ein lerntheoretischer Exkurs

Um den Unterschied zwischen Lern- und Bildungsprozessen zu verdeutlichen, teilt Gregory Bateson die Begriffe „Lernen“ und „Bildung“ in verschiedene Ebenen ein:

Lernen I:

  • ist die einfachste Variante
  • Kopplung zwischen Reiz und Reaktion
  • auf einen bestimmten Reiz folgt eine bestimmte Reaktion (Bsp: Werkssirene)es gibt keine alternativen Reaktionen auf einen bestimmten Reiz

Lernen II:

  • Reaktion ist auf einen Reiz ist nicht mehr starr gekoppelt – kontextbezogene Reaktionen
  • Kontext erkennen und dem Reiz eine entsprechende Reaktion zuweisen
  • Flexibilisierung der Reizreaktionen
  • Bildung I:
  • Flexibilisierung der Kontexte
  • Veränderung der Konstruktionsmöglichkeiten von Welt- und Selbstverhältnissen durch Bildungsprozesse
  • Die Welt wird durch eigene Wahrnehmungsmuster konstruiert
  • Kennenlernen und Erfahren von Paradoxien
  • Zugang zu verschiedene Arten des Weltbezugs
  • Bildung II
  • größere Flexibilität hinsichtlich der Gewohnheiten (durch den Bildungsprozess I ausgebildet)
  • Freiheit von der Gewohnheit
  • Steigerung und Differenzierung des Selbstbezugs (Selbstbeobachtung)
  • Das Ausblenden eigener Erfahrungen ist nicht kontrollierbar

Strukturale Bildungstheorie und Strukturale Medienbildung

Veröffentlicht in Uncategorized am November 10, 2009 von whatthablog

Im ersten Abschnitt wird der Begriff Bildung aus heutiger Sicht dargestellt. Wird heutzutage in öffentlichen Diskussionen von Bildung gesprochen, so wird unter dem Begriff Bildung meistens Ausbildung verstanden. In der Alltassprache hingegen versteht man unter Bildung jedoch häufig geschichtliches Wissen und Belesenheit.

Joerissen Marotzki bezeichnet diese unterschiedlichen Auffassungen von Bildung auf der einen Seite als kanonorientierte Bildungsvorstellung (Wissensvorrat der an nötigen Stellen entsprechend eingesetzt werden kann), auf der anderen Seite beschreibt er den erziehungswissenschaftlichen Begriff der Ausbildung, der auf der Ebene des Lernens (wissensbezogen alsauch praktisch) basiert.

Nach der Bildungstheorie von Wilhelm Humboldt bezieht sich die Bildung immer auf die Funktionalisierung des Menschen und die Wechselwirkung des Individuums mit der Welt. Ein ausgewogenes Zusammenspiel zwischen Verstand, Phantasie und Sinnlichkeit führt somit zur Flexibilität des Selbst- und Weltbezugs. Humboldt legt großen Wert auf das Studium andere Sprachen und Kulturen, denn nur dann kann man verstehen, dass andere Kulturen die Welt anders sehen und die eigene Weltsicht nicht die einzig richtige ist.

Das Bildungskonzept von Wolfgang Klafki knüpft an die bildungstheoretischen Positionen der Deutschen Klassik an. Es ist wichtig, dass andere Zeiten auch andere Bildungskonzepte erfordern. Er entwickelt ein Allgemeinbildungskonzept basierend auf den strukturellen Merkmalen von Humboldt und führt drei wichtige Merkmale an.

Erstens, dass alle Menschen Anspruch auf Bildung haben sollten um somit eine gesellschaftlich Chancengleichheit zu schaffen. Das zweite Merkmal ist die Vielseitigkeit der menschlichen Entwicklung im Bezug auf Persönlichkeitsentwicklung auf kognitiver und emotionaler Ebene. Im dritten Merkmal geht es darum, dass der Mensch ein differenziertes gesellschaftliches Problembewusstsein entwickeln muss um Flexibilität des Selbst- und Weltbezuges zu erlangen.

Die gegenwärtige Gesellschaftsentwicklung ist massiv durch die Einführung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien geprägt. Der technische Fortschritt führt zu einem Überschuss mediale Wahlmöglichkeiten und führt somit zu einem Handlungs- und Entscheidungsproblem. Die Orientierung in medialen Sphären stellt eine wichtige Aufgabe dar, nicht so sehr um die Orientierung in der Welt durch mediale Mittel.

Konstruktion der Wirklichkeit und des Begriffs der Objektivität – Zusammenfassung

Veröffentlicht in Uncategorized am Oktober 26, 2009 von whatthablog

Ernst-von-Glasersfeld

Ernst von Glasersfeld

Ernst von Glasersfeld beschäftigt sich in diesem Text mit dem Begriff des Wissens und der ontologischen Wirklichkeit. Die Vorstellung von Wissen und der wahrheitgetreuen Abbildung einer ontologischen Wirklichkeit führt nach wie vor zu einem unauflösbaren Paradoxon, daher versucht Ernst von Glaserfeld zumindest drei grundlegende Punkte zu klären.

Der erste Punkt ist, dass die traditionelle Philosophie bis heute keine Lösung zu dem Dilemma zwischen dem Erlebtwerden und der Wirklichkeit gefunden hat.

Zweitens, dass das Wissen das der Mensch erlangt völlig ausreicht, um die Ziel in der Welt unseres Erlebens zu erreichen und somit Wissenschaft, Kunst und Philosophie zu rechtfertigen.

Und drittens, dass ein derartiges Wissen uns die Möglichkeit gibt, zwischen obektiven Erlebenswelten und subjektiven Uberlegungen zu unterscheiden.

Jahrtausendelang baute man darauf auf, dass Wissen durch Erkennen erlangt wird. Man nahm an, dass die Sinnesorgane allein für die Übermittling von Infomation eines Gegenstandes verantwortlich sind, und somit die Wirklichkeit eines Gegenstandes übertragen. Der Vergleich zwischen dem wirklichen und dem wahrgenommenen Gegenstand ist allerdings so nicht möglich, da die sinnliche Wahrnehmung nicht ausreicht. Das Erleben reicht nicht aus, um die Eigenheit eines Gegenstandes zu erfassen, auch die Struktur und Beschaffenheit spielt eine wichtige Rolle.

Der Instrumentalismus baut auf dem erlangten Wissen auf um die selbstgewählten Ziele des Erlebenden zu erreichen. Durch das Erleben entwickelt man Theorien, die auf die Wirklichekeit schließen lassen. Der Instrumentalismus versucht die Wirklichkeit mittels Erleben zu erklären, nur so erlangt man objektives Wissen.

Gegenüber dem Instrumentalismus versucht der radikale Konstruktivismus ein neues Verhältnis zwischen Wirklichkeit und Wissen zu schaffen. Die Umwelt muss nicht mehr zwangsläufig so erkannt werden, wie sie wirklich ist, wichtig ist dass wird durch das erlangte Wissen erfolgreich handeln können. Das soll keine Kopie der Wirklichkeit darstellen, sondern eine Anpassung an diese durch das Erleben. Diese Anpassung wird durch den neuen Begriff der Viabilität erklärt, welcher das Funktioniern und Anpassen in der Erlebnswelt beschreibt.

Die Erlebniswelt ermöglicht uns die Wirklichkeit von der Illusion zu unterscheiden, indem wir Vergleiche zwischen Ereignissen ziehen. Dieser Vergleich zeigt uns wiederum den Unterschied zwische subjektiv und objektiv. Auch die Wiederholung eines Ereignisses spielt hier eine wesentliche Rolle. Wiederholungen liefern einen ziemlich sicheren Beweis einer objektiven Wirklichkeit.

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